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GIB NIEMALS AUF - Leseprobe

Hi!
Mein Name ist Sean. Willkommen zum vielleicht schlimmsten Tag meines Lebens. So fühle ich mich zumindest heute.
Ich bin ja erst zehn, was weiß ich, vielleicht kann es ja noch schlimmer kommen, aber im Moment ist es schon hart genug!

Du fragst dich wahrscheinlich, was kann denn nur so furchtbar sein? Nun, ich werde es dir erzählen.
Ich muss umziehen, für ein ganzes Jahr, von Malibu, Kalifornien, in ein Land namens Deutschland. Und es kommt noch besser: Da gibt es keinen einzigen Platz zum Surfen. Ich bin ein echter Pechvogel. Ein Jahr lang, gefangen an einem Ort ohne Ozean, ohne Surfen!
Ich glaube, es war zur Abendessenszeit, als meine Welt zusammenbrach, zumindest für das kommende Jahr.

Also, beim Abendessen verkündete mein Vater, dass er wunderbare Neuigkeiten für uns habe.
Da mein Vater immer sehr interessante Dinge tut, hörten wir alle gespannt zu. Aber vom ersten Wort an spürte ich, dass das Schicksal eine harte Prüfung für mich bereit halten sollte. Ich fühlte mich, als würde ich jeden Moment explodieren.
Dad erklärte uns, dass er die Produktion eines großen Films leiten würde. Ich konnte nicht glauben, was ich dann zu hörten bekam. „Wir werden nach Deutschland umziehen und das nächste Jahr dort wohnen. Wie findet ihr das?“ Ich dachte nur: „Oh, das willst du gar nicht wirklich wissen,
was mir dazu einfällt!“

Später fragte mich mein Vater: „Sean, du scheinst nicht gerade begeistert davon zu sein. Was ist dein Problem?“

„Na ja, ich hab im Internet nachgesehen, da gibt es überhaupt keine Möglichkeit zu surfen. Was soll ich da bloß machen? Dass die Deutschen gerne nach Malibu verreisen, ist ja klar, aber kein Mensch geht freiwillig von Kalifornien nach
Deutschland!“ Papa lachte und sagte: „Ich denke, es wird dort schon o.k. sein, und du wirst dich einleben.“ „Das glaub ich aber nicht“, erwiderte ich. „Ich bin auf dem besten Weg,
gleich einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.“

GIB NIEMALS AUF

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